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Am Anfang war das Mieder
Einen süßen Hauch von Nichts - dies konnte man die Reizwäsche des 18. Jahrhunderts noch nicht nennen. Hätten
die Frauen von damals sich mit unserer aktuellen Mode schmücken können, wäre ihnen sicher eine große Last
von den Schultern gefallen. Zu der Zeit, in der die Geschichte der Dessous beginnt, wurden die bis
zu 6 Meter langen Kleider noch mit Fischbeinen und Stahlstangen gestützt, den so genannten Krinolinen. Um
1820 drängten sich gutsituierte Frauen mit viel Eigendisziplin in Krinolinen und Schnürmieder, die mit den
heutigen Korsett vergleichbar sind. Gegen 1870 kam die korbartigen Tornüre auf. Damit endete aber auch
langsam die Zeit, die so gar kein Wohlgefühl bei den Frauen entstehen ließ.
In Weißnähereien entstanden Leibchen
Es folgte der Aufstieg der Weißnäherei und -stickerei. Von der Leichtigkeit heutiger Unterwäsche
konnte aber weiter nur geträumt werden. Zweieinhalb Kilo, nur an Unterwäsche, mussten die Frauen noch immer (er-)tragen.
Leinen, Batist, farbige Bänder, Spitzen und Stickereien begannen allerdings die Dessous zu verschönern. Zwischen
dem 18. und 19. Jahrhundert erfolgte dann eine Wende, auch im Aussehen der Frauen. Der Durst der Männer nach zierlich
und zerbrechlich aussehenden Damen fand sein Ende. Angesagt wurde ein betonter, herausgerückter Po sowie ein nach
innen gewölbter Bauch. Fast wie heute. Obwohl Leibchen und Brusthalter die Kleiderschränke eroberten, waren diese
noch immer mit den unbequemen Fischbeinstäbchen, Spiralfedern und Schnureinlagen versehen. Doch halt: In Frankreich
begann bereits der triumphale Aufstieg des Luxus Dessous. Der Pariser Modeschöpfer Paul Poiret brachte die erste Prise
Sinnlichkeit in seine Dessous. Es entstanden ebenfalls erste Formen von Hüftgürteln und Hosenröcke. Zudem wurde die
Kleidung körpernäher geschnitten.
Die 20er und 30er Jahre - Zeit der Diven
Vom ersten Weltkrieg wurde die Dessouslandschaft zurückgeworfen. Die BHs sollten fortan den Busen
plattdrücken, um die weiblichen Rundungen zu verstecken. Ebenso typisch für die 20er Jahre wurde die Hemdhose - Unter
heutigen Gesichtspunkten auch nicht der Hit, aber damals sehr trendy. Baumwolle wurde erschwinglich und löste Leinen
als bevorzugten Stoff langsam ab.
In den 30er Jahren schwappten dann Einflüsse aus Amerika nach Europa. Diven wie Marlene Dietrich konnten erstmals ihre Figur
und weiblichen Rundungen zur Schau stellen. Feine Stoffe wie Seide, Musselin und Batist verhalfen den Dessous
endlich zu Glanz und Gloria. Kaum auf den Olymp der Erotik aufgestiegen wurden die Dessous-Hersteller durch den
Zweiten Weltkrieg von der Versorgung mit diesen kostbaren Rohstoffen abgeschnitten. Die technischen Innovationen in den
50ern ließen diese an Erotik karge Zeit schnell hinter sich.
Weg mit der Unterdrückung durch Dessous - Flower Power
Nachdem es wieder bergauf ging, kam es in den 60er Jahren wieder zu einem Rückschritt in Sachen Dessous.
Denn im Rahmen der Flower-Power-Bewegung und dem Schrei der Frauen nach Selbstverwirklichung, fanden öffentliche Verbrennungen
von BHs statt, welche als Zeichen der Unterdrückung gesehen wurden. Die ersten Strumpfhosen wurden hingegen
dankend angenommen.
Alltag mit Wonderbra und Push-Up
Der Boom der sexy Unterwäsche ließ nun nicht mehr lange auf sich warten. Wonderbra,
Push-Up BH und Co. wurden zum Zeichen purer Erotik. Supermodels wie Cindy Crawford und Eva Herzigova verdanken den
Luxus-Dessous ihr Karriere. Keine Bevölkerungsschicht ließ der neue Trend kalt. Alle wollen ein Stück Luxus
auf ihrer Haut tragen. Manche Hausfrau überrascht ihren Ehemann bei der Heimkehr mit einem edlen Dessous, beim
Anblick dessen jeder Mann neue Kraft schöpft. Unterdessen fristet unter mancher Bürokleidung heute ein Luxus-Dessous
ein Schattendasein und wartet nur darauf von Sonnenstrahlen ins rechte Licht gerückt zu werden. In der Zwischenzeit
kann sich die Trägerin über ein ausgezeichnetes Tragegefühl mit einem Gefühl des Unanständigen freuen. Mit den neuen
Dessous aus den Häusern Chantelle, Simone Perele und La Perla kann Frau nun jederzeit verführen.
Zum Dessous Ratgeber hier klicken.
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